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Einvernehmliche Trennung

Du interessierst Dich für das Thema Einvernehmliche Trennung? Was aber gibt es dabei zu beachten – etwa in Sachen Arbeitsrecht? Was solltest Du wissen? Um Dir Deine Situation zu erleichtern, haben wir in diesem Beitrag ein paar wichtige Informationen für Dich zusammengefasst!

Was gibt es hinsichtlich des Einvernehmliche Trennung Arbeitsrechts zu sagen?

Es gibt so einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit eine einverständliche Scheidung erfolgen kann. Wichtig ist beispielsweise, dass beide Partner seit mindestens zwölf Monaten getrennt leben. Im Klartext bedeutet dies: Beide müssen eine getrennte Haushaltsführung vorweisen können – in der Regel wird es so sein, dass einer der beiden aus der bisherigen gemeinsamen Wohnung auszieht. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen räumlich getrennten Wohnbereich zu schaffen – innerhalb der vier Wände. Doch darf es laut § 1567 Abs 1 BGB KEIN gemeinsames Leben geben – also keine Mahlzeiten zusammen, kein Fernsehen auf der Couch.

Wichtig ist auch, dass die Trennungszeit keine Unterbrechung erfährt (§ 1567 Abs 2 BGB). Ferner sollten weitere Punkte im Einvernehmen miteinander geregelt sein:

  • das Umgangsrecht für die gemeinsamen Kinder, sofern vorhanden (sorgeberechtigt sind beide)
  • evtl den Kindesunterhalt
  • der Trennungs- sowie der Nachehelichenunterhalt
  • die Aufteilung vom Hausrat, sofern nicht schon geschehen
  • die Übernahme des Hauses/ der Wohnung, sofern nicht schon geschehen

Achtung: Es reicht eine Erklärung im Scheidungsantrag aus, die besagt, dass sämtliche Punkte bereits geregelt sind (§ 133 Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) – das Gericht muss daher nicht alles nachprüfen.

 

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist der Versorgungsausgleich, der in der Regel mit der Scheidung durchgeführt wird. Hatte die Ehe jedoch nur max, drei Jahre bestand, findet ein solcher Ausgleich nur auf Antrag hin statt.

Viele fragen sich auch, was eine solche einvernehmliche Trennung und Scheidung eigentlich kostet. Zu beachten ist, dass ein Anwalt selbst in diesem Fall mit von der Partie sein muss, da er laut § 114 FamFG den Scheidungsantrag einreicht. Doch fallen die Kosten und Gebühren weitaus geringer aus als bei einer strittigen Scheidung. Schließlich muss der Ehegatte dem zugesandten Antrag eigentlich nur noch zustimmen – ein zweiter Rechtsanwalt ist laut § 114 Abs. 4 Nr. 3 also gar nicht notwendig.

 

In Ausnahmefällen ist eine solche Trennung und Scheidung sogar kostenlos. Und zwar dann, wenn aufgrund der geringen Vermögensverhältnisse eine ratenfreie Verfahrenskostenhilfe beantragt werden kann – Gebühren für den Anwalt werden in solch einem Fall also nicht fällig. Dieser kann von dem berechtigten Ehegatten beauftragt werden – der Staat übernimmt dann diese sowie die Kosten für das Gericht.

 

Nicht zuletzt ist ein solcher Antrag deutlich schneller vom Tisch. Sofern der Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss, kann man zwei bis drei Monate vor dem Ablauf des Trennungjahrs damit rechnen. Bis sämtliche Auskünfte vorliegen und der Termin zur Scheidung anberaumt ist, können vier bis sechs Monate vergehen.

Sollte kein solcher Ausgleich notwendig sein, kann man sogar mit höchstens vier Monaten rechnen. Das geht natürlich schön schnell – daher sollte eine einvernehmliche Scheidung also im Interesse aller Beteiligten sein. Vor allem dann, wenn Kinder mit im Spiel sind, deren Wohl natürlich an erster Stelle stehen sollte. Eine Scheidung, die erbittert geführt wird, ist in dieser Hinsicht alles andere als förderlich für die Entwicklung.