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Getrennt lebend

Du suchst nach hilfreichen Informationen zum Thema „getrennt lebend“? Was gibt es hierbei alles zu beachten? Wie etwa in Sachen Steuerklasse und Unterhalt? und wie ist eigentlich die genaue Definition von „getrennt lebend“? Bei uns erfährst Du alles, was Du hierzu wissen musst!

Wie lautet die genaue „Getrennt lebend“ Definition?

Bevor wir uns mit weiteren Aspekten zu diesem Thema befassen, möchten wir uns erst einmal anschauen, was „getrennt lebend“ eigentlich konkret bedeutet. Hier daher die genaue Definition:

„Die Ehegatten leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft besteht und ein Ehegatte sie erkennbar nicht herstellen will, weil er die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt. Die häusliche Gemeinschaft besteht auch dann nicht mehr, wenn die Ehegatten innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt leben.“

Diese Definition lässt sich in § 1567 BGB finden bzw. nachlesen.

Doch was folgt daraus? Man lebt NICHT getrennt, wenn einer der beiden sich beispielsweise über Monate hinweg im Ausland aufhält. Oder wenn einer der beiden im Gefängnis sitzt. Denn in diesen beiden Fällen bedeutet eine Trennung lediglich eine räumliche Distanz – und nicht, dass beide die häusliche Gemeinschaft nicht mehr herstellen möchten.

  • Daher muss der Wille zu der Trennung nach außen sichtbar werden.
  • Konkret bedeutet dies: Ein Brief oder eine Erklärung, dass man sich trennen möchte.
  • Oder der Umstand, dass man eine neue Beziehung beginnen will.

Aber Achtung: Wenn einer der beiden einen neuen Partner hat, der auch hin und wieder im noch gemeinsamen Haushalt übernachtet, der zweite Ehepartner jedoch noch immer die Mahlzeiten zubereitet und die Wäsche wäscht, besteht die häusliche Gemeinschaft noch!

  • Daher leben sie laut Gesetz nicht getrennt.
  • Und die Trennungsfristen beginnen nicht, anzulaufen.

Was ist mit der Getrennt lebend Steuerklasse?

Ebenfalls sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist die Steuerklasse. Viele denken ja: Wenn man sich nicht scheiden lässt, ändert sich in dieser Hinsicht gar nichts. Doch das ist ein Irrtum! Denn eine Trennung muss auch dem Finanzamt kundgetan werden. Und für das folgende Kalenderjahr ab der Trennung wird dann ein Wechsel der Steuerklasse vorgenommen.

Es ist also ein Missverständnis, wenn man davon ausgeht, dass sich in dieser Hinsicht nichts ändert. Umso wichtiger ist es daher, sich vor allem diesem Bereich frühzeitig zu widmen und Infos zu sammeln. Wir raten Dir, am besten einen Experten zu kontaktieren und um Rat nachzufragen. Schon deshalb, weil es auch in emotionaler Hinsicht eine anstrengende Zeit ist. Und Du daher alle Hilfe in Anspruch nehmen solltest, die Du bekommen kannst! Schon, um Dich ein wenig zu entlasten. Und Dich um Dich selbst und Dein Wohlergehen (besser) kümmern zu können…

 

Ebenfalls nicht unerwähnt lassen wollen wir die Frage nach dem Unterhalt. Laut BGB steht dem wirtschaftlich schwächeren Ehepartner ein „angemessener Unterhalt“ zu – die genaue Höhe und die Dauer lassen sich pauschal aber nicht so bestimmen. Vielmehr kommt es auf diverse Punkte an – etwa, wie lange man zusammen war, wer wie viel verdient, wie hoch die Differenz ist. Aus all dem (und noch einigen weiteren Faktoren) ergibt sich dann der Unterhalt, der monatlich zu zahlen ist.

Auch hier solltest Du Dir unbedingt Rat beim Experten einholen! Um das Beste für Dich herauszuholen..