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Rechtliches nach einer Trennung

Du interessierst Dich für Rechtliches nach einer Trennung? Welche Rechte und Pflichten hast Du? Und wie sieht es nun mit der gemeinsamen Wohnung aus? Fragen über Fragen – die wir Dir in dem folgenden Beitrag beantworten wollen!

Gibt es bestimmte Rechte als Frau bei Trennung und Scheidung?

Bevor wir auf diese Frage genauer eingehen, wollen wir erst einmal die Begriffe genau definieren – wie dies der Gesetzgeber getan hat. Viele entscheiden sich in diesem Zusammenhang erst einmal für eine Trennung ohne Scheidung – auch, weil sie der Ansicht sind, dass dies finanzielle Vorteile mit sich bringt. Wie aber ist eine Trennung ohne Scheidung definiert?

„Gemeint ist damit, dass Personen, die vorhaben, sich trotz Trennung aus unterschiedlichen Gründen, seien sie finanzieller oder privater Art, nicht scheiden lassen. Im Familienrecht ist darunter die Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft gemeint, jedoch ohne dass ein Familiengericht zuvor die Ehe durch einen Scheidungsbeschluss rechtskräftig aufgelöst hat. Eine gesetzliche Regelung für die Trennung ohne Scheidung besteht jedoch nicht.“

Eine Trennung liegt laut Gesetzgeber also dann vor, “ wenn die Ehegatten getrennt leben und zumindest ein Ehegatte die eheliche Lebensgemeinschaft erkennbar nicht wiederherstellen will, weil er dies ablehnt. Die Eheleute leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft mehr vorliegt. Dies kann auch vorliegen, wenn beide noch in der gemeinsamen ehelichen Wohnung wohnen. Allerdings bedarf es dann getrennter Schlafzimmer und Haushalte.“

Und was ist mit der Scheidung? Sie „geht weiter als die Trennung. Sie ist die rechtlich formelle Auflösung der Ehe durch gerichtliche Entscheidung in Form eines Scheidungsbeschlusses vom Familiengericht. Die durch die Ehe „gewonnenen“ Vergünstigungen gehen auch nach der Trennung nicht konditionslos weiter. Denn bereits die Trennung ohne Scheidung hat auf einige Bereiche Einfluss.“

 

Es kommt in der Hinsicht NICHT darauf an, ob man eine Frau oder ein Mann ist – sondern, wer der wirtschaftlich leistungsfähigere und stärkere Part ist. Davon hängt ab, wer wie viel Unterhalt zahlen muss – und wie lange.

So ist es beispielsweise möglich, dass derjenige Ehepartner, der nicht erwerbstätig ist bzw.. kaum etwas verdient, über den Anderen mitversichert bleibt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Trennungsunterhalt: Dieser ist in $ 1361 BGB geregelt. Und steht demjenigen Ehepartner, der bis zu einer endgültigen Scheidung weniger verdient, in jedem Fall zu. Dieses Recht kann auch nicht durch eine schriftliche Verzichtserklärung aufgegeben werden – im Gegensatz übrigens zum Ehegattenunerhalt.

Wer muss ausziehen bei Trennung mit Kindern?

Schon nach dem Aus der Beziehung ist ein Kindesunterhalt zu zahlen – je nach Konstellation. Doch gibt es die Möglichkeit, weiterhin gemeinsam in der Wohnung oder im Haus zu bleiben – sofern eine getrennte Haushaltsführung besteht. (Es darf also nicht gemeinsam gegessen oder ferngesehen werden, als Beispiel.) In solch einem Fall kann der Kindesunterhalt auch durch Erziehung und Pflege erbracht werden.

Ist einer der beiden ausgezogen und leistet keinen Anteil an der Erziehung und Pflege, ist er zum Zahlen verpflichtet. Wie hoch genau dieser Unterhalt ausfällt, lässt sich in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle nachlesen. Bei diesen Richtwerten werden Anzahl der Kinder, deren Alter und natürlich das Einkommen mit berücksichtigt. Dabei besteht der Kindesunterhalt vorrangig vor jeglichen anderen Verpflichtungen in Sachen Unterhalt und Ausgleich.