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Trennung nach 20 Jahren

Du überlegt, eine Trennung nach 20 Jahren durchzuführen? Doch was sagen die Erfahrungen hierzu? Was gibt es dabei alles zu beachten? Wir wollen Dir helfen. Und lassen hier nun mal jemanden zu Wort kommen, der sich einst in genau der gleichen Situation befand wie Du jetzt!

Trennung nach 20 Jahren Ehe – wie lautet der Erfahrungsbericht?

Wir wollen gar keine langen Reden vorab schwingen. Hier ist der Erfahrungsbericht von Michaela, die sich nach etwas mehr als 20 Jahren Ehe von ihrem Mann getrennt hat. Doch lies einfach selbst – wir hoffen, Du bekommst den ein oder anderen wertvollen Ratschlag!

„Max, mein Ex, und ich, wir hatten uns vor ca. 25 Jahren kennengelernt. Und sind damals auch recht schnell zusammengekommen. Nachdem wir zwei Jahre zusammen waren, haben wir geheiratet. Und sind dann in einen kleinen Vorort einer Großstadt gezogen. Wir haben eigentlich den klassischen Lebenslauf hin gelegt:  arbeiten, dann sind zwei Kinder gekommen. Ich bin zu Hause geblieben, um die beiden, unsere Söhne, zu versorgen. Das stand gar nicht zur Diskussion.

Wir haben dann auch ein Haus gebaut. Sind jedes Jahr in den Urlaub gefahren, meist in den Süden. Die ersten Jahre waren eigentlich recht schön, ziemlich ausgefüllt, auch durch die Kinder und deren Erziehung. Als sie dann aber in die Schule kamen und ich auf einmal mehr Zeit für mich hatte, habe ich gemerkt, dass mir da was fehlt. Dass ich nicht die ganze Zeit über zu Hause bleiben möchte. Ich habe dann mit Max gesprochen, dass ich überlege, wieder mit dem Arbeiten anzufangen. Er fand das im ersten Moment nicht so toll, das habe ich gemerkt, Auch, weil er kein großer Freund von Veränderungen ist. Und für ihn war es schon gut, dass er nach Hause kam und sich um nichts mehr im Haushalt kümmern musste. Das war glaube ich seine große Angst, dass er dann mehr mit anpacken muss, das habe ich gemerkt.

Das war so unser erster größerer Konfliktpunkt. er hat dann schließlich nachgegeben und ich habe angefangen, wieder Teilzeit zu arbeiten. In einem Reisebüro, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich habe mich rasch dort eingelebt, habe es genossen, unter Kollegen zu sein – wir hatten eine ziemlich nette Stimmung im Team, das war schon schön. Und ich habe für mich gemerkt, dass ich die letzten Jahre eigentlich recht wenig für mich selbst gemacht hatte. Weil da immer eher die Kinder, die Familie im Vordergrund standen.

 

Als die Kinder in der Pubertät waren, habe ich deshalb immer häufiger was mit Freundinnen unternommen. Wir sind mal übers Wochenende zum Wellness gefahren, haben es uns dort richtig gut gehen lassen. und auch viel über uns und unsere Beziehungen geredet. Für mich war das schon erhellend. Denn ich habe gemerkt: Bei manchen ist diese Leidenschaft immer noch da. Wenn ich mir dann meine eigene Beziehung so angeschaut habe: Da war nicht mehr viel, eher Routine und Alltag. Klar, das ist schon normal nach so vielen Jahren Beziehung. Aber nur noch? in mir kam dann der Wunsch auf, dass ich das nicht mehr so will. Und als die Kinder dann aus dem Haus waren, da habe ich ihm das auch gesagt – und mich von ihm schließlich getrennt, als gar nichts besser wurde.!